Gastbeitrag vor Sari:
Das ist der dritte Geburtsbericht von Sari. Alle Geburtsberichte von Sari sind am Ende verlinkt.
Lieber ins Geburtshaus
Seit der Geburt von Jule vergingen zwei Jahre bevor ich wieder schwanger wurde.
Die Schwangerschaft verlief sogar so gut, dass ich mich dieses Mal gegen das Krankenhaus und für das Geburtshaus entschied.
Ich weiß noch, dass es fürchterlich kalt war und ich daran dachte, dass ich doch erfrieren würde, wenn es auf der Straße passieren würde.
Es sollte bitte bald losgehen
Ich war also in der 40. SSW angelangt und hatte wirklich keinen Bock mehr.
Mein Rücken tat seit Wochen weh und die anderen Schmerzen lassen wir mal weg.
In einer Nacht gingen ich und mein Freund ziemlich spät ins Bett.
Jule fieberte seit Tagen und Emilo schlief bei meiner Mutter.
Meine Hebamme rief mich so gegen 2 Uhr an und fragte, wie es aussehe, ob sie schlafen könnte oder es gleich losgehen würde.

Doch es tat sich etwas
Doch da sich bei mir nichts tat und ich nicht das Gefühl habe das es losgehen würde, meinte ich, sie könne schlafen gehen.
Um 5.00 Uhr in der Früh wachte ich mit einem Ziehen im Bauch auf, was nicht so toll war.
Etwa eine halbe Stunde später kapierte ich dann erst, dass es Wehen sind.
Um 7.00 Uhr kamen die Wehen dann schon alle 5 Minuten worauf hin wir ins Geburtshaus fuhren.
Der Weg war weit
Auf dem Weg brachten wir die anderen Kids zu seinen Eltern.
Im Auto wurden die Wehen schlimmer und die Schmerzen stärker.
Das Geburtshaus war leider von uns 20 km entfernt und fünf davon hatten wir gerade erstmal geschafft. Wir waren mit der Hebamme die ganze Zeit über das Telefon in Kontakt.
Die Wehen kamen so alle 2 Minuten und hielten für mich ewig an.
Die Fruchtblase platzte im Auto
10 km hatten wir nun schon als irgendwann es ganz langsam an meinen Beinen eine Flüssigkeit runterlief, die Fruchtblase war also geplatzt und genau davor hatte ich Angst das es im Auto passieren könnte. Mein Freund fuhr nur noch schneller als ohnehin schon.
Da ich hinten saß, legte ich mich eher hin und versuchte meine Wehen zu veratmen.
Jaaaaa
Die Hebamme fragte nur, ob ich das Köpfchen schon fühle. Nach kurzem Begutachten stellte ich das fest. Ich schrie nur „Ja!“.
Ich merkte wie der Kopf nur nach unten drückte und ich anfing zu Pressen.
Am Geburtshaus angekommen kam die Hebamme schon angerannt und um 7:57 Uhr war Leon-Marcel auf der Welt.