Gastartikel von der lieben Maisie von www.MyMaisie.de
Eine Hausgeburt, was?! War das geplant?
Das ist wohl die häufigste Frage, die mir gestellt wird.
Bereits in der ersten Schwangerschaft habe ich mit dem Gedanken einer Hausgeburt gespielt, aber habe es für mich schnell verworfen.
"In unserer kleinen Mietwohnung?! Niemals!" oder "Was denn, noch nie einen großen Fleck auf der Couch gesehen?" - für mich kam es nicht infrage.
Auch in der zweiten Schwangerschaft habe ich mich nicht um eine Hausgeburten-Hebamme gekümmert - weil kommt ja nicht infrage.
Als die zweite Geburt mehr und mehr heranrückte, habe ich gemerkt, dass mich die Vorstellung von Geburt ganz schön betrübt.
Bis ich dann in der 34. SSW (kein Scherz) gemerkt habe, dass es mir bei dem Gedanken, nicht ins Krankenhaus zu müssen, besser geht.
Natürlich habe ich so kurzfristig keine Hausgeburten-Hebamme mehr gefunden, obwohl ich alle 3 Teams in Hamburg angefragt habe.
Meine liebe Hebamme hat daraufhin beschlossen, dass sie meine kleine Tochter zur Welt bringen wird. Was für ein Glück, dass sie zufällig auch Hausgeburten-Hebamme ist, aktuell aber nicht als 1. Betreuende Hebamme praktiziert. Wow! Da war ich hin und weg!
PINNE MICH FÜR SPÄTER:
Gesagt getan, die Hausgeburt wurde mit all den Vorbereitungen angegangen
Neben der Organisation eines Geburtspools und Diverser anderer Sachen gehörte für mich, dennoch, ein Geburtsplan dazu.
Bereits bei der ersten Geburt hatte ich einen Plan direkt im Mutterpass und alle behandelnden Hebammen und Ärzte im Krankenhaus hatten daraus zitiert. Sie hatte ihn alle gelesen, yay!
Stop! Brauchst du eine Vorlage für einen Geburtsplan?
Wenn Du auch einen Geburtsplan haben möchtest, der auch wirklich gelesen wird, dann kannst Du Dir hier meine kostenlose Vorlage herunterladen. Hier geht’s zur Geburtsplan-Vorlage.
Die Vorbereitungen liefen also auf Hochtouren, um zum Beginn des Geburtszeitraums fertig zu sein.
Wir haben allerdings niemanden davon erzählt
Auch, wenn ich weiß, dass mich viele unterstützt oder zumindest respektiert hätten, ich wollte einfach selbst keinerlei Druck spüren, dass ich das Kind Zuhause bekommen MUSS.
Denn es war kein Muss.
Ich wollte die Option haben, dass ich nicht ins Krankenhaus muss, wäre aber jederzeit fein damit gewesen zu verlegen.
Doch, es kam wie es kommen musste bei einer zweiten Geburt:
Es ging alles recht schnell! 
Um 19.00 begannen die aller ersten Wehen. Ich habe sie (dieses Mal) ziemlich schnell erkannt. Dieses Krampfgefühl gefolgt von "als ob nichts gewesen wäre" ist unverkennbar.
Nachdem ich aufgeräumt habe und noch dies und das erledigt hatte, um mich abzulenken, ging es dann gegen 21.00 Uhr ans Wehen veratmen.
Eine schnellere Geburt hieß, bei mir, leider auch ein intensiveres Wehen-Gefühl. Ich muss sagen, bei der ersten Geburt fiel es mir leichter den Schmerz zu "managen". Aber dafür ging es halt schneller.
Meine letzten Worte zur Hebamme vor den Presswehen waren:
"Nein, bitte untersuch mich nicht, wenn Du mir jetzt sagst, dass ich bei gerade mal 4 cm bin, dann heule ich!".
Haha, 20 Min später erblickte unsere Tochter das "Nacht"licht um 23.56 Uhr und 2 Min später kam die zweite Hebamme gerade noch rechtzeitig zum Geburtstag.
Unsere zuckersüße Tochter war geboren und teilte sich bereits ordentlich mit. Was will man mehr!
Habe ich es bereut eine Hausgeburt gemacht zu haben?
Nein, zu keinem Punkt!
Für mich war es die beste Entscheidung und gleichzeitig bin ich froh, dass alles so geklappt hat, wie wir es uns gewünscht haben.
Und, ich bin wirklich zu tiefst beeindruckt, was Hebammen alles können und leisten. Ich habe tiefen Respekt für diese Berufsgruppe.
Danke, dass es Frauen wie Euch gibt!
Dich interessieren Tipps & Tricks rund um Schwangerschaft, Geburt und Mama-Sein?
Dann schau gern bei My Maisie vorbei. Dort findest Du informative und humorvolle Artikel zu den spannendsten & skurrilsten Fragen des Mama-Daseins.

Deine Maisie
