Gastbeitrag vor Sari:
Das ist der vierte Geburtsbericht von Sari. Alle Geburtsberichte von Sari sind am Ende verlinkt.
Mein viertes Kind
Ich wurde schnell nach Leons Geburt wieder schwanger und damit war mein viertes Kind auf dem Weg.
Die Schwangerschaft verlief wie die von Leon sehr gut. Es gab keine Besonderheiten bis auf Übelkeit und auch keine Auffälligkeiten im Ultraschall.
Ich entschied mich für eine Hausgeburt
Ich war mittlerweile in der 39. Schwangerschaftswoche angelangt, worüber ich sehr froh war.
Dieses Mal entschied ich mich für eine Hausgeburt. Es fühlte sich einfach richtig an, sich nicht stressen zu müssen.
Emilo, Jule und Leon waren dieses Mal auch bei uns zu Hause.
Das vierte Kind kam termingerecht
Am geplanten ET untersuchte mich meine Hebamme und scherzte, dass es heute Nacht los gehen würde.
Gegen 21 Uhr ging ich ins Bett und dachte noch über ihre Worte nach.
Um 0:30 Uhr wurde ich plötzlich von einer Wehe wach, die relativ schnell vorbei ging.
Ich lief ein wenig in der Wohnung herum und hatte tatsächlich ein bisschen Angst, dass es jetzt losgehen könnte.
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Noch war die Hausgeburt eine gute Idee
Doch als sich nach einer halben Stunde nichts weiter tat, ging ich wieder ins Bett.
Gegen 2 Uhr wurde ich wieder von Wehen aufgeweckt. Dieses Mal waren sie etwas stärker und langanhaltender.
Ich lief also wieder umher und versuchte einfach entspannt zu bleiben doch spätestens nach einer halben Stunde war ich mir ziemlich sicher, dass es heute losgehen würde, da die Wehen alle 15 Minuten kamen.
So gegen 3 Uhr rief ich meine Hebamme an, damit sie sich langsam auf den Weg zu uns machen konnte.
Ich weckte dann irgendwann auch meinen Freund und erklärte ihm alles auch, dass er schauen sollte, dass die anderen Kinder beaufsichtigt würden, und dass ich die Geburt im Notfall auch alleine schaffen würde.
Die Hebamme war da
Gegen halb vier war die Hebamme dann auch schon da und die Wehen wurden auch immer stärker.
Sie untersuchte mich und stellte fest, dass der Muttermund bei 4 cm war.
Ich ging dann auch mal in die Wanne, um einfach zu entspannen. Doch die Wehen wurden schlimmer, weshalb ich es nicht wirklich lange aushielt und wieder raus ging.
Die vierte Geburt ist auch nicht einfacher
Um 6:00 Uhr in der Früh kamen die Wehen dann alle 8 Minuten und der Muttermund war bei 6 cm. Irgendwann kam so eine starke Wehe, dass ich laut schreien musste.
Jetzt kamen die Wehen im 4 Minuten Takt. Das war gegen 7 Uhr.
Ich stöhnte vor mich hin und wollte, dass es endlich vorbei geht.
Ja, es war meine vierte Geburt, aber auch die war nicht einfach.
Gleich geht es richtig los!
Ich kniete mich vor das Bett und versuchte die Wehen zu veratmen.
Die Hebamme untersuchte mich und meinte: „Gleich geht´s richtig los!“
Als ich aufstand wurde es plötzlich ganz warm um meine Beine und wir wussten: Jetzt geht es echt los!
Pressen ohne Erfolg
Die Hebamme schaute nochmal nach und jetzt war der Muttermund endlich bei 10 cm.
Ich fing an zu pressen. Das Köpfchen drückte schon nach unten, doch leider zog es sich immer wieder nach oben.
Ich musste mich hinlegen, was ich in einer kurzen Wehen Pause machte.
Sie erklärte mir: „Wir versuchen es jetzt noch 5-10 Minuten, ansonsten holen wir den Rettungswagen.“
Bei jeder Wehe presste ich, doch es wollte und wollte einfach nicht gehen. Der Kopf wollte nicht durch das Becken, da es noch nicht fest im Becken saß.
Der Rettungswagen musste kommen
Wir machten mehrere Übungen, doch die Hebamme sah, dass alles nichts half. Dann rief sie den Krankenwagen.
Gegen 8 Uhr waren wir im Kreissaal.
Am schlimmsten war, dass ich während der Presswehen nicht pressen durfte.
Die Ärztin holte die Zange und um 8:23 Uhr war Milan-Noel geboren.